Der deutsche Online-Werbemarkt wächst - und zwar deutlich. Der OVK-Report 2025/01 zeigt: Online-Display- und Videowerbung legte 2024 um 12,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zu [6]. Für Immobilienmakler ist das mehr als eine Randnotiz: Es ist ein Signal, dass Aufmerksamkeit im Netz teurer und zugleich wertvoller wird. Wer jetzt versteht, wie der Markt tickt, kann sein Budget smarter einsetzen - und sich vom Wettbewerb absetzen. Dieser Artikel übersetzt die Zahlen des OVK-Reports in zehn konkrete Lehren für die tägliche Vermarktungspraxis.
1. Der Online-Werbemarkt wächst - aber nicht automatisch für dich
Der OVK-Report 2025/01 dokumentiert einen klaren Trend: Die Umsätze mit Online-Displaywerbung stiegen von 2022 auf 2023 um 6,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, und 2024 legte der Markt noch einmal deutlich zu - auf 6,2 Milliarden Euro, ein Plus von 12,8 Prozent [6]. Das klingt nach einer guten Nachricht für alle, die online werben. Aber Vorsicht: Wachstum im Gesamtmarkt bedeutet nicht automatisch mehr Reichweite für deine Anzeigen. Im Gegenteil: Mehr Werbetreibende, mehr Inventar, mehr Konkurrenz um dieselben Augen. Für Makler heißt das: Du musst deine Kampagnen präziser aussteuern, sonst verpufft dein Budget in der Masse. Die gute Nachricht: Wer die Mechanismen versteht, profitiert überproportional. Die schlechte: Wer einfach nur mehr Geld in Anzeigen steckt, ohne Strategie, wird enttäuscht.
Ein Beispiel: Ein Makler aus einer mittelgroßen Stadt schaltet Display-Anzeigen für eine Neubauprojekt. Die Anzeigen laufen auf allgemeinen Nachrichtenseiten - viel Klicks, aber kaum Anfragen. Der Grund: Die Zielgruppe ist zu breit gefasst, die Anzeigen werden von Menschen gesehen, die gar nicht kaufen wollen. Die Lösung: Die Kampagne wird umgeschichtet auf gezielte Platzierungen in Immobilienportalen und auf Social-Media-Kanälen, wo Nutzer bereits in der Suchphase sind. Die Klickrate bleibt ähnlich, aber die Zahl qualifizierter Anfragen steigt spürbar. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt wächst - aber er sagt nicht, wie du davon profitierst. Das musst du selbst in die Hand nehmen.
Praktisch bedeutet das: Überprüfe regelmäßig, wo deine Anzeigen ausgespielt werden. Nutze die Targeting-Optionen der Plattformen, um deine Zielgruppe einzugrenzen. Und vor allem: Miss nicht nur Klicks, sondern auch die Qualität der Kontakte. Ein Anruf eines ernsthaften Verkäufers ist mehr wert als hundert Klicks von Gelegenheitslesern.
2. Display-Werbung ist nicht tot - sie braucht nur ein klares Ziel
Viele Makler haben Display-Werbung abgeschrieben: zu teuer, zu wenig Klicks, zu viel Streuverlust. Doch der OVK-Report zeigt: Der Markt wächst kräftig, weil Werbetreibende gelernt haben, Display-Kampagnen richtig einzusetzen [6]. Display ist kein Instrument für direkte Abschlüsse, sondern für Aufmerksamkeit und Markenbildung. Wer das versteht, kann es gezielt nutzen.
Beispiel: Ein Makler möchte eine exklusive Villa vermarkten. Statt nur auf Portalen zu inserieren, schaltet er zusätzlich eine Display-Kampagne, die auf einer regionalen Nachrichtenseite läuft. Die Anzeige zeigt ein hochwertiges Foto der Immobilie mit dem Hinweis auf die exklusive Lage. Die Kampagne läuft zwei Wochen, kostet ein überschaubares Budget und erzeugt keine direkten Anfragen - aber die Immobilie wird in Gesprächen auf dem Golfplatz erwähnt, und der Makler erhält zwei Wochen später einen Anruf von einem Interessenten, der die Anzeige gesehen hat. Ohne die Display-Kampagne hätte er diesen Kontakt nie bekommen.
Die Lehre: Display-Werbung ist kein Selbstläufer, aber ein wertvolles Zusatzinstrument. Sie funktioniert besonders gut, wenn sie mit anderen Kanälen kombiniert wird - zum Beispiel mit einer eigenen Landingpage, auf der Interessenten mehr Informationen finden. Und sie eignet sich hervorragend, um eine Marke aufzubauen, die bei der nächsten Suche im Hinterkopf bleibt. Der OVK-Report zeigt: Der Markt wächst, weil immer mehr Unternehmen diesen Effekt für sich entdecken [6].
3. Video ist der Wachstumstreiber - auch für Immobilien
Der OVK-Report weist den Online-Videomarkt als besonders dynamisch aus - die Gesamtumsätze mit Online-Display und Video stiegen 2024 auf 6,2 Milliarden Euro [6]. Videos sind längst kein Nice-to-have mehr, sondern ein zentrales Instrument, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Immobilienanzeigen mit Video erhalten 403 Prozent mehr Anfragen als solche ohne [4]. Wer also noch keine Videos einsetzt, lässt massiv Potenzial liegen.
Ein Beispiel: Ein Makler erstellt für jedes neue Objekt ein kurzes Video, das die wichtigsten Räume zeigt und die Lage erklärt. Das Video wird auf der eigenen Website eingebettet, auf YouTube hochgeladen und in den sozialen Netzwerken geteilt. Die Anfragen steigen deutlich - nicht nur, weil das Video informiert, sondern weil es Emotionen weckt. Interessenten können sich besser vorstellen, in der Immobilie zu leben, und melden sich schneller.
Die Umsetzung ist einfacher als gedacht: Ein Smartphone, ein Stativ und etwas Tageslicht genügen für den Anfang. Wichtig ist, dass das Video authentisch wirkt und die wichtigsten Informationen in kurzer Zeit vermittelt. Ein bis zwei Minuten sind ideal [3]. Wer unsicher ist, kann mit einfachen Schnittprogrammen arbeiten oder einen Studenten engagieren. Die Investition lohnt sich - die Statistik ist eindeutig [4].
4. Dein Budget sollte digitaler werden - aber nicht kopflos
Die Scout24-Umfrage zeigt: 79 Prozent der Marketingbudgets von Maklern fließen bereits in digitale Kanäle [5]. Das ist eine enorme Verschiebung - und sie wird sich fortsetzen. Aber Vorsicht: Digital bedeutet nicht automatisch effektiv. Viele Makler schütten Geld in Anzeigen, ohne zu wissen, was funktioniert. Der OVK-Report zeigt, dass der Online-Werbemarkt wächst, weil Unternehmen mehr investieren - aber nicht alle machen es richtig [6].
Die Lehre: Überprüfe deine Budgetverteilung. Fließt das Geld dorthin, wo deine Zielgruppe tatsächlich ist? Oder investierst du in Kanäle, die du schon immer genutzt hast, ohne zu hinterfragen? Ein Beispiel: Ein Makler gibt monatlich einen festen Betrag für Anzeigen in einer lokalen Zeitung aus, obwohl die Resonanz seit Jahren rückläufig ist. Gleichzeitig vernachlässigt er seine Google-Ads-Kampagne, die deutlich mehr Anfragen bringt. Die Lösung: Das Budget wird umgeschichtet - weniger Print, mehr Online. Die Zahl der qualifizierten Kontakte steigt, ohne dass das Gesamtbudget erhöht werden muss.
Der OVK-Report ist ein guter Anlass, die eigene Budgetplanung zu überdenken [6]. Nicht jeder muss sofort alle Kanäle bespielen, aber wer den Trend ignoriert, wird langfristig abgehängt. Setze auf Kanäle, die messbar sind, und optimiere kontinuierlich.
5. Ohne Strategie ist mehr Budget nur mehr Streuverlust
Der OVK-Report dokumentiert das Wachstum des Online-Werbemarkts [6] - aber er dokumentiert auch, dass viele Kampagnen ineffizient laufen. Warum? Weil viele Werbetreibende kein klares Ziel haben. Sie schalten Anzeigen, weil andere es auch tun, nicht weil sie wissen, was sie erreichen wollen. Das gilt auch für Immobilienmakler.
Ein Beispiel: Ein Makler schaltet eine Facebook-Anzeige für eine Eigentumswohnung, ohne die Zielgruppe genau zu definieren. Die Anzeige wird tausenden Menschen gezeigt, aber die meisten sind nicht an der Immobilie interessiert. Die Klickrate ist niedrig, die Kosten pro Klick hoch, und am Ende gibt es keine einzige Anfrage. Der Makler schließt daraus, dass Facebook nicht funktioniert - dabei war nur die Strategie falsch.
Die Lösung: Bevor du eine Kampagne startest, definiere dein Ziel. Willst du Anfragen generieren? Dann brauchst du eine Landingpage mit einem klaren Call-to-Action. Willst du deine Marke bekannter machen? Dann kannst du auf Reichweite setzen, musst aber andere Kennzahlen messen. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt wächst - aber wer ohne Strategie investiert, verbrennt Geld [6].
6. Die richtige Plattform entscheidet über den Erfolg
Nicht jede Plattform eignet sich für jedes Ziel. Der OVK-Report unterscheidet zwischen verschiedenen Formaten und Kanälen - und genau diese Differenzierung ist auch für Makler wichtig [6]. Eine Anzeige auf LinkedIn funktioniert anders als eine auf Instagram, und eine Display-Anzeige auf einer Nachrichtenseite hat eine andere Wirkung als ein Video auf YouTube.
Ein Beispiel: Ein Makler, der sich auf Gewerbeimmobilien spezialisiert hat, schaltet eine Kampagne auf Instagram - mit mäßigem Erfolg. Die Plattform ist stark visuell ausgerichtet, aber die Zielgruppe der Gewerbekunden ist dort kaum aktiv. Der Makler wechselt auf LinkedIn, wo Entscheider aus Unternehmen unterwegs sind, und die Resonanz steigt deutlich. Die Kampagne kostet gleich viel, aber die Qualität der Kontakte ist viel besser.
Die Lehre: Analysiere, wo deine Zielgruppe sich aufhält, und wähle die Plattform entsprechend. Für Wohnimmobilien sind Instagram und Facebook oft gut geeignet, für Gewerbeimmobilien eher LinkedIn und Xing. Und für die breite Aufmerksamkeit in einer Region sind Display-Anzeigen auf lokalen Nachrichtenseiten weiterhin relevant. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt vielfältig ist - nutze diese Vielfalt für deine Zwecke [6].
7. Daten sind der Schlüssel - aber nur, wenn du sie nutzt
Der OVK-Report zeigt, dass der Online-Werbemarkt wächst, weil Werbetreibende mehr Daten zur Verfügung haben und besser nutzen können [6]. Für Makler bedeutet das: Du musst deine Kampagnen datenbasiert aussteuern, nicht nach Bauchgefühl. Das fängt bei der Zielgruppenauswahl an und hört bei der Erfolgsmessung auf.
Ein Beispiel: Ein Makler schaltet eine Google-Ads-Kampagne für eine bestimmte Suchanfrage, z.B. “Eigentumswohnung kaufen [Stadt]”. Er sieht in den Statistiken, dass die Anzeige viele Klicks bekommt, aber kaum Anfragen. Statt weiterzumachen, analysiert er die Daten: Die meisten Klicks kommen von Nutzern, die nur recherchieren, nicht kaufen wollen. Er passt die Anzeige an, indem er den Zusatz “Nur für ernsthafte Käufer” einfügt, und die Zahl der qualifizierten Anfragen steigt deutlich.
Die Lehre: Nutze die Daten, die dir die Plattformen liefern. Du musst kein Datenanalyst sein, aber du solltest die wichtigsten Kennzahlen verstehen: Klickrate, Conversion-Rate, Kosten pro Anfrage. Und du musst bereit sein, deine Kampagnen regelmäßig anzupassen. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt sich schnell entwickelt - wer nicht mit den Daten arbeitet, bleibt zurück [6].
8. Online-Werbung ist ein Langstreckenlauf, kein Sprint
Viele Makler erwarten von Online-Kampagnen sofortige Ergebnisse. Wenn nach einer Woche keine Anfragen kommen, wird die Kampagne abgebrochen. Das ist ein Fehler - denn Werbung braucht Zeit, um zu wirken. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt kontinuierlich wächst, weil Werbetreibende langfristig investieren [6].
Ein Beispiel: Ein Makler startet eine Display-Kampagne für eine neu eingestellte Immobilie. In den ersten Tagen kommen nur wenige Klicks, und der Makler ist versucht, die Kampagne zu stoppen. Doch er lässt sie laufen, und nach zwei Wochen steigt die Zahl der Anfragen deutlich. Der Grund: Die Anzeige wurde mehrfach gesehen, und Interessenten haben sich erst nach mehrmaligem Kontakt gemeldet. Ohne Geduld hätte der Makler diese Anfragen verloren.
Die Lehre: Gib deinen Kampagnen Zeit, um zu wirken. Ein einzelner Klick führt selten zu sofortigem Kontakt - es braucht mehrere Berührungspunkte. Plane deine Kampagnen langfristig und messe den Erfolg über einen längeren Zeitraum. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt wächst, weil Unternehmen langfristig denken [6].
9. Qualität schlägt Quantität - auch bei Anzeigen
Der OVK-Report zeigt, dass der Online-Werbemarkt wächst - aber nicht alle Anzeigen sind gleich wirksam [6]. Die Qualität der Anzeige entscheidet über den Erfolg. Das gilt für das Bild, den Text und die Platzierung. Eine hochwertige Anzeige mit einem aussagekräftigen Bild und einem klaren Call-to-Action erzielt mehr als eine lieblos gestaltete Anzeige, auch wenn sie auf derselben Plattform läuft.
Ein Beispiel: Ein Makler schaltet zwei Anzeigen für dasselbe Objekt: eine mit einem professionellen Foto und einer prägnanten Überschrift, eine andere mit einem Handyfoto und einem langen Text. Die erste Anzeige erhält deutlich mehr Klicks und Anfragen, obwohl sie weniger oft ausgespielt wird. Der Grund: Sie wirkt vertrauenswürdiger und professioneller.
Die Lehre: Investiere in die Qualität deiner Anzeigen. Ein gutes Foto ist das A und O - 70 Prozent der Käufer überspringen Anzeigen mit minderwertigen Fotos [3]. Auch der Text sollte kurz und präzise sein, mit einem klaren Handlungsaufruf. Der OVK-Report zeigt, dass der Markt wächst - aber nur die besten Anzeigen profitieren davon [6].
10. Der OVK-Report ist ein Weckruf - handle jetzt
Der OVK-Report 2025/01 ist mehr als eine Statistik - er ist ein Spiegel der Branche. Er zeigt, dass Online-Werbung boomt, und er zeigt, dass Werbetreibende bereit sind, mehr zu investieren [6]. Für Immobilienmakler ist das ein Weckruf: Wer jetzt nicht in Online-Marketing investiert, wird abgehängt. Aber wer klug investiert, kann sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
Ein Beispiel: Ein Makler, der bisher nur auf Portale gesetzt hat, beginnt, zusätzlich eigene Kampagnen zu schalten - auf Google, in sozialen Netzwerken und mit Display-Anzeigen. Er baut sich eine eigene Marke auf und reduziert seine Abhängigkeit von den Portalen. Nach einigen Monaten merkt er, dass er mehr qualifizierte Anfragen bekommt und weniger Provisionen an die Portale zahlen muss.
Der OVK-Report zeigt: Der Markt wächst, und du kannst Teil dieses Wachstums sein [6]. Aber du musst handeln. Überprüfe deine aktuelle Strategie, investiere in die richtigen Kanäle und optimiere kontinuierlich. Die Gelegenheit ist da - nutze sie.
Jetzt deine Online-Werbestrategie überprüfen
Nimm dir eine Stunde Zeit und analysiere deine aktuellen Marketingaktivitäten. Welche Kanäle nutzt du? Wie viel Budget fließt wohin? Welche Ergebnisse erzielst du? Der OVK-Report zeigt, dass der Online-Werbemarkt wächst [6] - und du solltest sicherstellen, dass du von diesem Wachstum profitierst. Setze Prioritäten, teste neue Formate und messe den Erfolg. Die Zukunft gehört denen, die jetzt handeln.