Jeder dritte Gast bestellt heute sein Essen bequem von zuhause - doch viele Gastronomen zahlen dafuer teure Provisionen an Lieferportale. Ein eigener Online-Bestellkanal ist der Schluessel zur Unabhaengigkeit. Wir zeigen Ihnen 10 Gruende, warum sich die Investition lohnt.
1.Provisionen sparen: Jeder Bestellung bleibt mehr vom Umsatz
Wer ueber Lieferportale wie Lieferando oder Wolt bestellen laesst, gibt im Schnitt einen zweistelligen Prozentanteil jeder Bestellung als Provision ab. Das klingt nach einem notwendigen Uebel - ist es aber nicht. Ein eigener Online-Bestellkanal, sei es eine kleine Webseite mit Bestellfunktion oder eine eigene App, schneidet diesen Mittelsmann radikal ab. Und das ist nicht nur Theorie: Laut einer aktuellen Erhebung nutzen bereits 21 Prozent der Gastronomen die interne Online-Bestellung, genau um diese Provisionen fuer Dritte zu reduzieren [3].
Stellen Sie sich vor, Sie betreiben ein kleines Restaurant mit einem taeglichen Bestellvolumen von einem mittleren dreistelligen Euro-Betrag ueber ein Portal. Bei einem Provisionssatz von rund einem Fuenftel wandert taeglich ein Betrag in Hoehe mehrerer Getraenkekaesten an den Portalbetreiber - jeden Monat, jedes Jahr. Ein eigener Kanal macht diesen Betrag zu Ihrem Gewinn. Natuerlich fallen auch hier Kosten an: Hosting, Entwicklung, Wartung. Aber die sind im Vergleich zu den laufenden Portalprovisionen eine einmalige oder zumindest deutlich niedrigere Belastung. Die Rechnung ist einfach: Wer seine Bestellungen ueber den eigenen Kanal abwickelt, arbeitet langfristig profitabler.
2.Gaestedaten gehoeren Ihnen - nicht dem Portal
Wenn ein Gast ueber ein Lieferportal bestellt, kennt das Portal den Gast. Es weiss, was er bestellt, wie oft, zu welcher Uhrzeit, an welcher Adresse. Sie als Restaurant bekommen nur eine Bestellnummer und eine Lieferadresse - aber keine Kontaktdaten, keine E-Mail, keine Telefonnummer. Das ist ein massiver Wettbewerbsnachteil. Denn ohne diese Daten koennen Sie keine Beziehung zu Ihren Gaesten aufbauen, keine Geburtstagsgrüsse verschicken, keine neuen Menues bewerben, keine Stammkunden-Rabatte anbieten.
Ein eigener Online-Bestellkanal loest dieses Problem fundamental. Jeder Gast, der ueber Ihre eigene Seite bestellt, hinterlaesst seine Daten - und zwar bei Ihnen. Sie koennen ihn direkt kontaktieren, ihm personalisierte Angebote machen und ihn langfristig binden. In einer Zeit, in der fast ein Drittel der Deutschen Online-Bewertungen als wichtigstes Kriterium bei der Restaurantwahl nennt [8], ist die direkte Kundenbeziehung Gold wert. Denn ein zufriedener Stammgast, der Ihre Speisekarte kennt und Ihre Angebote schaetzt, wird seltener nach Bewertungen anderer suchen - er kommt direkt zu Ihnen. Der eigene Kanal ist also nicht nur ein Vertriebsweg, sondern eine Datenstrategie.
3.Keine Abhaengigkeit von den Regeln der Portale
Lieferportale aendern ihre Konditionen, ihre Algorithmen und ihre Gebuehrenmodelle regelmaessig. Mal wird eine Mindestbestellgrenze eingefuehrt, mal eine neue Servicegebuehr, mal wird die Sichtbarkeit in der Suche veraendert. Als Restaurant sind Sie diesen Aenderungen machtlos ausgesetzt. Sie koennen nur reagieren - oder den Vertrag kuendigen, was aber bedeutet, auf einen wichtigen Vertriebskanal zu verzichten.
Ein eigener Online-Bestellkanal gibt Ihnen die Kontrolle zurueck. Sie bestimmen die Mindestbestellwerte, die Liefergebuehren, die Oeffnungszeiten fuer Online-Bestellungen. Sie koennen spontan entscheiden, ob Sie heute nur ein bestimmtes Menue anbieten oder ob Sie wegen Personalmangels den Bestellstopp setzen. Diese Flexibilitaet ist in einer Branche, die unter hohem Kostendruck steht und in der fast ein Drittel der Gastronomen von Automatisierung traeumt, um sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren [3], von unschaetzbarem Wert. Sie werden zum Kapitän Ihres eigenen Schiffes.
4.Die Marge bleibt erhalten - auch bei steigenden Kosten
Die Gastronomie leidet unter steigenden Lebensmittelpreisen, gestiegenen Energiekosten und einem hohen Personalkostendruck. Der globale Markt der Systemgastronomie wuchs 2024 zwar um 3,22 Prozent [4], aber die individuelle Gewinnmarge vieler Restaurants schrumpft. Wenn dann noch ein Portal einen erheblichen Teil des ohnehin geringen Gewinns abschoepft, wird es richtig eng.
Ein eigener Bestellkanal wirkt hier wie ein Schutzschild. Jeder Euro, der nicht an das Portal geht, staerkt Ihre Marge. Sie koennen die Preise auf Ihrer eigenen Seite sogar niedriger ansetzen als auf dem Portal - ein starkes Argument fuer Gaeste, direkt bei Ihnen zu bestellen. Oder Sie lassen die Preise gleich und stecken die Differenz in hoehere Qualitaet der Zutaten oder in bessere Bezahlung Ihrer Mitarbeiter. In jedem Fall entscheiden Sie, wohin das Geld fliesst, nicht ein externer Dienstleister.
5.Gaeste schaetzen die Direktheit
Gaeste sind heute anspruchsvoller und preissensibler denn je. Ein Drittel der Befragten einer Studie macht ueberhaupt keinen Gebrauch von Lieferdiensten [5] - sie wollen entweder selbst abholen oder im Restaurant essen. Und diejenigen, die bestellen, sind oft bereit, einen direkten Weg zu gehen, wenn er einfach und bequem ist.
Ein eigener Online-Bestellkanal strahlt Professionalitaet und Eigenstaendigkeit aus. Er zeigt dem Gast: Dieses Restaurant hat seine eigene Identitaet, es laeuft nicht nur ueber eine grosse Plattform. Das schafft Vertrauen und Bindung. Vor allem bei jungen Gaesten, die Wert auf Authentizitaet legen, kommt dieser direkte Draht gut an. Sie erleben das Restaurant nicht nur als einen Eintrag in einer Liste, sondern als einen Ort mit eigener Geschichte und eigenem Angebot.
6.Bessere Planbarkeit in der Kueche
Ein eigener Bestellkanal gibt Ihnen nicht nur Daten ueber Ihre Gaeste, sondern auch ueber Ihre Bestellungen. Sie sehen in Echtzeit, was gerade bestellt wird, welche Gerichte besonders gefragt sind und wann die Spitzenzeiten sind. Diese Informationen sind Gold wert fuer die Kuechenplanung. Sie koennen Ihren Wareneinsatz besser kalkulieren, Lebensmittelverschwendung reduzieren und Ihre Personaleinsatzplanung optimieren.
Laut einer Studie setzen 42 Prozent der Gastronomen Inventarisierungstools ein, um Lebensmittelkosten zu kalkulieren und Verschwendung zu reduzieren [3]. Ein eigener Bestellkanal liefert die dafuer noetigen Rohdaten direkt aus Ihrem Betrieb. Sie muessen nicht auf externe Daten warten oder sie muessam aus verschiedenen Quellen zusammenfuehren. Alles laeuft in einem System. Das spart Zeit, Nerven und vor allem Geld.
7.Unabhaengig von der Naechste-Portal-Krise
Lieferportale sind nicht unfehlbar. Sie koennen insolvent werden, von Wettbewerbern uebernommen werden oder ihre Strategie radikal aendern. Wer nur auf ein einziges Portal setzt, geht ein erhebliches Risiko ein. Ein eigener Kanal ist die Versicherung dagegen. Selbst wenn das Portal morgen seine Preise verdoppelt oder sein Geschaeft aufgibt, laeuft Ihr eigener Kanal weiter. Sie sind nicht erpressbar.
Diese strategische Unabhaengigkeit ist in einer volatilen Branche wie der Gastronomie ein entscheidender Vorteil. Sie muessen nicht jede Nacht darueber gruebeln, ob die naechste Aenderung der Geschaeftsbedingungen Ihren Umsatz in den Keller reisst. Sie haben einen Plan B - und der laeuft taeglich.
8.Personalisierung und Upselling leicht gemacht
Auf einem Lieferportal sind Sie nur einer von vielen Eintraegen. Der Kunde sucht nach „Pizza“ oder „Burger“ und bekommt eine Liste. Ihre Marke, Ihre Geschichte, Ihre besonderen Angebote - all das geht im Einheitsbrei unter. Auf Ihrem eigenen Kanal hingegen haben Sie die volle Kontrolle ueber die Praesentation. Sie koennen Ihr Menue mit Bildern, Beschreibungen und Geschichten anreichern. Sie koennen automatisch Vorschlaege machen: „Wer dies bestellt, mag auch jenes.“ Sie koennen Getraenke, Desserts oder Vorspeisen als Zusatz anbieten.
Dieses Upselling-Potenzial ist in der Praxis enorm. Ein Gast, der ueber ein Portal bestellt, klickt meist schnell sein Gericht an und ist fertig. Auf Ihrer eigenen Seite koennen Sie ihn mit einem freundlichen Hinweis auf die hausgemachte Limonade oder das Tagesdessert locken. Das steigert den Durchschnittsbestellwert und damit Ihren Umsatz, ohne dass Sie mehr Gaeste gewinnen muessen. Und das alles ohne die Provision eines Portals.
9.Der Trend geht zur Digitalisierung - seien Sie vorne dabei
Die Digitalisierung der Gastronomie schreitet unaufhaltsam voran. Bereits heute nutzen ueber 62 Prozent der Gaeste Online-Tools, um ihren Restaurantbesuch zu planen und zu reservieren [7]. Der Onlinehandel mit Lebensmitteln und Essen waechst ebenfalls. Der gesamte B2C-Warenumsatz im Onlinehandel in Deutschland wird fuer 2025 auf 83,1 Milliarden Euro geschaetzt [6]. Ein Teil dieses Kuchens gehoert auch der Gastronomie.
Wer jetzt in einen eigenen Online-Bestellkanal investiert, positioniert sich fuer die Zukunft. Sie sammeln Erfahrung, optimieren Ihre Ablaeufe und bauen eine direkte Kundenbasis auf, die Sie in den kommenden Jahren weiter ausbauen koennen. Wer wartet, bis der Druck von aussen kommt, laeuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren und von den Portalen abhaengig zu bleiben.
10.Der eigene Kanal ist Ihr digitales Schaufenster
Ein eigener Online-Bestellkanal ist mehr als nur ein Bestellformular. Er ist Ihr digitales Schaufenster. Hier praesentieren Sie Ihr Restaurant, Ihre Philosophie, Ihre Speisekarte, Ihre Oeffnungszeiten, Ihre Kontaktdaten. Er ist die zentrale Anlaufstelle fuer alle, die mehr ueber Sie erfahren wollen. Und er ist die Basis fuer alle anderen digitalen Aktivitaeten: Social Media, Newsletter, Bewertungsmanagement.
Ein Gast, der auf Instagram ein schoenes Bild Ihres Gerichts sieht, sollte mit einem Klick auf Ihre eigene Bestellseite kommen - nicht auf ein Portal, wo er dann vielleicht doch bei der Konkurrenz landet. Der eigene Kanal buendelt alle digitalen Bemuehungen und macht sie messbar. Sie sehen genau, welche Kampagne wie viele Bestellungen gebracht hat. Das ist Marketing mit direktem ROI.
Handeln Sie jetzt: Bauen Sie Ihren eigenen Online-Bestellkanal auf
Die Vorteile sind klar: mehr Gewinn, mehr Kontrolle, mehr Daten, mehr Unabhaengigkeit. Ein eigener Online-Bestellkanal ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit fuer jedes Restaurant, das langfristig erfolgreich sein will. Die Technik ist heute einfacher und guenstiger als je zuvor. Es gibt spezialisierte Anbieter, die Ihnen eine fertige Bestellseite in wenigen Tagen aufsetzen. Fangen Sie klein an: eine Landingpage mit Bestellfunktion, integriert in Ihr Kassensystem. Testen Sie, lernen Sie, optimieren Sie. Aber warten Sie nicht. Denn jeder Tag, an dem Sie ueber ein Portal bestellen lassen, ist ein Tag, an dem Sie Geld und Daten verschenken.