Die Digitalisierung ist in Arztpraxen angekommen - zumindest auf dem Papier. Doch zwischen dem Wunsch nach modernen Abläufen und dem tatsächlichen Einsatz klafft eine Lücke, die nichts mit fehlender Technik zu tun hat. Ein Blick auf die Ursachen und Wege aus dem digitalen Stillstand.

Der Wunsch ist da, die Umsetzung hakt

In vielen Arztpraxen sieht der Alltag so aus: Morgens stapeln sich auf dem Empfangstresen Papierkarten, das Telefon klingelt ununterbrochen, und die eine Kollegin, die sich mit der neuen Software auskennt, ist heute nicht im Dienst. Gleichzeitig hängt am schwarzen Brett ein Zettel mit den Zugangsdaten zum neuen Online-Terminportal - doch kaum jemand nutzt es. Die Praxisinhaberin hat sich vorgenommen, endlich digitaler zu arbeiten, aber irgendwie bleibt alles beim Alten.

Diese Szene ist kein Einzelfall. Sie steht stellvertretend für ein Phänomen, das man als “digitalen Graben” bezeichnen könnte: den Abstand zwischen dem Wunsch nach Modernisierung und der konkreten Umsetzung. Die Zahlen aus der Bitkom-Studie von 2021 zeigen, dass 76 Prozent der Ärztinnen und Ärzte die Digitalisierung grundsätzlich als Chance für die Medizin sehen [2]. Das klingt nach Aufbruch. Doch gleichzeitig gab nur etwas mehr als die Hälfte der Praxisärzte an, die Digitalisierung primär als Chance zu betrachten - 39 Prozent sehen darin sogar ein Risiko [3]. Diese Skepsis ist nicht einfach Ignoranz, sondern oft das Ergebnis von Erfahrungen mit überhasteten Einführungen, unzureichendem Support und fehlender Einbindung des Teams.

Der Graben zwischen Wollen und Können ist also keine Frage der Technik, sondern der Haltung und der Praxisorganisation. Er entsteht, wenn die Digitalisierung als zusätzliche Belastung wahrgenommen wird, nicht als Entlastung. Und er vertieft sich, wenn die Einführung von neuen Tools nicht von Anfang an mit klaren Prozessen und Schulungen begleitet wird. In diesem Artikel geht es darum, warum dieser Graben so tief ist, welche konkreten Hürden Praxen überwinden müssen und wie ein realistischer Einstieg in die Digitalisierung gelingt.

Die zwei Gesichter der Digitalisierung: Klinik vs. Praxis

Wer die Diskussion um die Digitalisierung im Gesundheitswesen verfolgt, bekommt schnell den Eindruck, es gebe zwei verschiedene Welten. Und tatsächlich: Die Bitkom-Studie aus dem Jahr 2021 zeigt ein deutliches Gefälle zwischen Krankenhäusern und Praxen. Während 86 Prozent der Klinik-Ärzte die Digitalisierung als Chance sehen, sind es bei den Praxis-Ärzten nur 53 Prozent [3]. Zehn Prozent der Klinik-Ärzte halten die Digitalisierung für ein Risiko - aber 39 Prozent der Praxis-Ärzte [3]. Dieser Unterschied ist nicht einfach mit Größe oder Budget zu erklären, sondern hat viel mit dem Arbeitsalltag zu tun.

In Kliniken gibt es eigene IT-Abteilungen, feste Zuständigkeiten und oft auch mehr personelle Ressourcen. In einer Arztpraxis ist die Praxisinhaberin oder der Praxisinhaber meist gleichzeitig Unternehmer, medizinischer Leiter und Personalverantwortlicher. Wenn dann ein neues System eingeführt wird, bleibt die Arbeit am Patienten ja nicht liegen. Die Einführung passiert nebenbei - und genau dort scheitert sie häufig. Die Folge: Die Technik wird angeschafft, aber nicht genutzt. Ein Beispiel: Viele Praxen verfügen über die Möglichkeit zur Videosprechstunde, nutzen sie aber selten, weil die Abläufe nicht angepasst sind und das Team unsicher ist.

Hinzu kommt ein Generationen- und Geschlechterunterschied, den die Bitkom-Daten ebenfalls zeigen: 74 Prozent der Ärztinnen sehen die Digitalisierung als Chance, aber nur 63 Prozent der Ärzte [3]. Und während 88 Prozent der unter 45-Jährigen die Digitalisierung befürworten, sind es bei den über 45-Jährigen nur 55 Prozent [3]. Diese Zahlen sind keine Wertung, sondern ein Hinweis darauf, dass Digitalisierung auch eine Frage der Vertrautheit ist. Wer mit digitalen Werkzeugen aufgewachsen ist, dem fällt der Einstieg leichter. Doch das bedeutet nicht, dass ältere oder skeptischere Kolleginnen und Kollegen abgehängt werden müssen - sie brauchen nur andere Zugänge und mehr Unterstützung.

Der elektronische Arztbrief als Vorreiter: Was wir daraus lernen können

Es gibt ein Beispiel, das zeigt, wie Digitalisierung in der Praxis tatsächlich gelingen kann: den elektronischen Arztbrief. Laut dem PraxisBarometer 2025 nutzen 87 Prozent der Praxen den elektronischen Arztbrief regelmäßig - 2018 waren es lediglich 13 Prozent [5]. Das ist ein enormer Zuwachs, und er ist kein Zufall. Der elektronische Arztbrief hat einen klaren Vorteil: Er erspart Zeit und vermeidet Fehler, die bei der manuellen Übermittlung von Befunden entstehen können. Er ist also keine abstrakte Technologie, sondern ein Werkzeug, das den Arbeitsalltag konkret erleichtert.

Doch warum hat sich gerade der Arztbrief so schnell durchgesetzt, während andere digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte oder die Online-Terminvergabe zögerlicher angenommen werden? Die Antwort liegt in der Einfachheit des Nutzens. Beim Arztbrief ist sofort klar, welchen Mehrwert er bietet: weniger Schreibarbeit, schnellere Übermittlung, weniger Rückfragen. Außerdem wird er von den Kolleginnen und Kollegen in den Praxen oft als Standard gesehen, der von Zuweisern und Krankenhäusern erwartet wird. Der Nutzen ist also nicht nur individuell, sondern auch sozial - man möchte nicht als rückständig gelten.

Aus diesem Beispiel lässt sich eine wichtige Lehre für die Digitalisierung insgesamt ziehen: Es braucht einen klaren, unmittelbaren Vorteil für die Nutzerinnen und Nutzer. Wer ein neues Tool einführen will, sollte nicht mit abstrakten Visionen argumentieren, sondern mit konkreten Erleichterungen im Alltag. Wenn das Team erkennt, dass die Online-Terminvergabe nicht nur die Patienten zufriedener macht, sondern auch das Telefon im Empfang entlastet, dann steigt die Bereitschaft, sich einzuarbeiten. Der elektronische Arztbrief zeigt, dass Digitalisierung in der Praxis ankommt, wenn sie den Alltag spürbar verbessert.

Warum die Angst vor dem Risiko die Chance blockiert

Ein zentrales Hindernis für die Digitalisierung in Arztpraxen ist die Wahrnehmung von Risiken. In der Bitkom-Studie von 2021 gaben 39 Prozent der Praxis-Ärzte an, die Digitalisierung primär als Risiko zu sehen [3]. Diese Zahl ist hoch, und sie erklärt, warum viele Praxen zögern. Doch was steckt hinter dieser Risikowahrnehmung? Oft sind es nicht die Technik selbst, sondern berechtigte Sorgen um Datenschutz, Haftung und den Verlust der persönlichen Beziehung zum Patienten.

Nehmen wir das Thema Datenschutz: In einer Arztpraxis werden besonders sensible Daten verarbeitet. Die Vorstellung, dass diese Daten in einer Cloud liegen oder über eine App übertragen werden, kann Angst auslösen. Dazu kommen Berichte über Datenlecks und Cyberangriffe, die in den Medien kursieren. Die Sorge ist also nicht unbegründet. Doch sie führt dazu, dass Praxen auf bewährte analoge Wege beharren, obwohl digitale Lösungen oft sicherer sind als ein Faxgerät, das im Flur steht und von jedem eingesehen werden kann.

Hinzu kommt die Angst vor der Veränderung selbst. Neue Software bedeutet: alte Gewohnheiten ablegen, neue Abläufe lernen, Fehler machen. In einem Arbeitsumfeld, das ohnehin unter Zeitdruck steht, ist das eine zusätzliche Belastung. Viele Praxisinhaberinnen und -inhaber scheuen diese Mühe, weil sie kurzfristig keinen Nutzen sehen - und langfristig die Entwicklung unterschätzen. Die Folge ist ein Teufelskreis: Wer die Digitalisierung als Risiko sieht, investiert wenig Zeit und Energie, erlebt dann Frustration und bleibt noch skeptischer zurück. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, braucht es einen Perspektivwechsel: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug, um die Versorgung zu verbessern und die Praxis zukunftsfähig zu machen.

Der Blick in die Praxis: Wo die Digitalisierung wirklich ankommt

Wenn man sich die konkreten Anwendungen in deutschen Arztpraxen anschaut, zeigt sich ein gemischtes Bild. Laut dem PraxisBarometer 2025 kommuniziert mehr als die Hälfte der Praxen bereits überwiegend digital mit Patientinnen und Patienten [5]. Das ist ein Fortschritt, aber es bedeutet auch, dass immer noch viele Praxen auf analoge Kommunikation setzen. Die elektronische Patientenakte und das E-Rezept sind inzwischen Standard, aber ihre Nutzung ist nicht überall gleich intensiv. Einige Praxen haben die Umstellung vollzogen und nutzen die neuen Funktionen aktiv, andere tun nur das Nötigste, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen.

Ein Bereich, der besonders stark von der Digitalisierung profitiert, ist die Terminvergabe. Online-Terminbuchungssysteme können das Telefon entlasten und Patienten einen einfacheren Zugang bieten. Doch laut einer Studie des Digital Health Report 2026 haben 64 Prozent der Patienten schon einmal auf einen Arzttermin verzichtet, weil die Suche nach einer Praxis oder einem Termin zu schwierig war [7]. Das zeigt: Der digitale Zugang ist nicht nur ein Komfort, sondern ein entscheidender Faktor für die Patientenzufriedenheit und die Auslastung der Praxis. Wer hier nicht mitzieht, verliert potenzielle Patienten - und das spürt man langfristig in der Kasse.

Gleichzeitig ist die Digitalisierung nicht überall gleich weit fortgeschritten. WLAN für Patienten bieten nur 21 Prozent der Praxen an, obwohl weitere elf Prozent dies für sinnvoll halten [9]. Das mag wie eine Kleinigkeit erscheinen, aber es zeigt, wie zögerlich viele Praxen sind, selbst einfache digitale Annehmlichkeiten anzubieten. Dabei wäre WLAN ein einfacher Einstieg: Es ist kostengünstig, schnell eingerichtet und verbessert das Patientenerlebnis spürbar. Doch oft fehlt es an der Bereitschaft, sich mit dem Thema überhaupt zu beschäftigen.

Der Faktor Mensch: Warum das Team den Unterschied macht

Digitalisierung scheitert selten an der Technik, sondern meist an den Menschen, die sie nutzen sollen. Das gilt besonders in Arztpraxen, wo das Team oft klein ist und jede Veränderung direkt spürbar wird. Wenn die Medizinische Fachangestellte am Empfang das neue Terminbuchungssystem nicht bedienen kann, weil niemand es richtig erklärt hat, dann wird sie es nicht nutzen - und die Patienten werden weiterhin zum Telefon greifen. Die Folge: Die neue Technik verstaubt, und die Praxis bleibt analog, obwohl sie digital sein könnte.

Ein häufiger Fehler ist, dass die Einführung neuer Tools von oben verordnet wird, ohne das Team einzubeziehen. Die Praxisinhaberin entscheidet, dass ab sofort digital dokumentiert wird, aber die Mitarbeiterinnen haben Angst, Fehler zu machen, und fühlen sich überfordert. Statt sie zu schulen und ihnen Zeit zum Üben zu geben, wird erwartet, dass sie sofort umsteigen. Das führt zu Frustration und Widerstand - und am Ende wird das System boykottiert, indem man es nur teilweise nutzt oder heimlich wieder auf Papier zurückgreift.

Dabei wäre der Schlüssel so einfach: Digitalisierung muss als Teamprojekt angelegt werden. Das bedeutet, dass alle Beteiligten von Anfang an in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, dass Schulungen nicht einmalig, sondern kontinuierlich stattfinden und dass es eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner gibt, die oder der bei Problemen hilft. Außerdem ist es wichtig, Erfolge sichtbar zu machen: Wenn das Team merkt, dass die Online-Terminvergabe tatsächlich weniger Anrufe bedeutet, dann steigt die Motivation. Der Faktor Mensch ist also nicht das Hindernis, sondern die wichtigste Ressource - wenn man sie richtig einsetzt.

Der Einstieg in die Digitalisierung: Drei realistische Wege

Viele Praxen scheitern nicht am Wollen, sondern am Anfang. Die Digitalisierung erscheint als riesiges Projekt, bei dem man nicht weiß, wo man anfangen soll. Dabei gibt es durchaus realistische Wege, die nicht überfordern. Der erste Weg ist der kleine, überschaubare Einstieg: Man wählt eine Anwendung aus, die einen unmittelbaren Nutzen bietet, und führt sie konsequent ein. Das kann die elektronische Terminvergabe sein oder die digitale Patientenaufnahme. Wichtig ist, dass man sich auf ein Projekt konzentriert und es nicht mit der ganzen Breite der Digitalisierung auf einmal versucht.

Der zweite Weg ist die Orientierung an den Bedürfnissen der Patienten. Der Digital Health Report 2026 zeigt, dass viele Patienten schon einmal auf einen Termin verzichtet haben, weil die Suche zu schwierig war [7]. Wer also die Online-Terminvergabe einführt, spricht ein echtes Problem an und erhöht die Chance, dass die Patienten das Angebot auch annehmen. Man muss nicht alles digitalisieren, aber man sollte dort digitalisieren, wo es den größten Nutzen bringt. Das kann auch bedeuten, dass man zuerst die Kommunikation mit den Patienten digitalisiert, bevor man sich an die interne Dokumentation wagt.

Der dritte Weg ist die Einbindung des Teams von Anfang an. Bevor man eine neue Software kauft, sollte man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen, wo sie den größten Zeitdruck sehen und welche digitalen Lösungen ihnen helfen würden. So wird die Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Unterstützung wahrgenommen. Außerdem ist es wichtig, Schulungen einzuplanen und nicht zu sparen - denn eine unzureichend geschulte Belegschaft ist die häufigste Ursache für das Scheitern digitaler Projekte.

Die Rolle der Politik und der Kammern: Unterstützung oder Hindernis?

Die Digitalisierung in Arztpraxen ist nicht nur eine Frage der Praxis selbst, sondern auch des politischen Rahmens. Die Bitkom-Studie von 2022 zeigt, dass 78 Prozent der Ärztinnen und Ärzte der Meinung sind, Deutschland hänge im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens zurück [2]. Und 67 Prozent fordern mehr Tempo beim Ausbau [2]. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass es nicht an der Bereitschaft der Praxen mangelt, sondern an den Rahmenbedingungen.

Dazu gehören bürokratische Hürden, unklare Vorgaben und die mangelnde Interoperabilität der Systeme. Wenn jede Praxis ihr eigenes System nutzt und die Daten nicht zwischen den verschiedenen Anbietern ausgetauscht werden können, dann ist die Digitalisierung nur eine Insellösung. Die elektronische Patientenakte soll das ändern, aber ihre Umsetzung ist kompliziert und wird von vielen Praxen als zusätzliche Belastung empfunden. Die Politik ist also gefordert, die Rahmenbedingungen zu verbessern - aber die Praxen können nicht warten, bis alles perfekt ist.

Gleichzeitig gibt es Unterstützungsangebote von Kammern und Verbänden, die viele Praxen nicht kennen oder nicht nutzen. Die KBV bietet zum Beispiel Beratung und Informationen zu digitalen Anwendungen an. Doch oft fehlt die Zeit, sich damit zu beschäftigen. Hier wäre es wichtig, dass die Praxen sich aktiv informieren und die Angebote nutzen, statt sich allein durchzuwurschteln. Denn die Digitalisierung ist eine Aufgabe, die man nicht allein bewältigen muss - es gibt Unterstützung, man muss sie nur annehmen.

Digitalisierung als Daueraufgabe: Was Praxen jetzt tun können

Die Digitalisierung ist kein Projekt, das man abschließt, sondern ein Prozess, der nie endet. Technologien entwickeln sich weiter, neue Anwendungen kommen auf den Markt, und die Erwartungen der Patienten steigen. Wer heute eine Online-Terminvergabe einführt, wird in ein paar Jahren vielleicht eine KI-gestützte Terminplanung nutzen. Die Bitkom-Studie zeigt, dass 76 Prozent der Ärztinnen und Ärzte die Digitalisierung als Chance sehen [2] - aber diese Chance muss immer wieder neu ergriffen werden.

Praktisch bedeutet das: Man sollte sich nicht von der Schnelllebigkeit verunsichern lassen, sondern einen Plan haben. Dazu gehört, regelmäßig zu überprüfen, welche digitalen Werkzeuge genutzt werden und welche nicht. Wenn ein Tool nicht genutzt wird, sollte man die Ursache herausfinden: Ist es zu kompliziert? Fehlt die Schulung? Oder ist es schlicht überflüssig? Es ist keine Schande, sich von einem Tool zu trennen, das nicht funktioniert - im Gegenteil, das schafft Klarheit und spart Ressourcen.

Außerdem sollten Praxen den Austausch mit anderen Praxen suchen. Der kollegiale Erfahrungsaustausch ist oft wertvoller als jede Broschüre. Wer von den Erfolgen und Fehlern anderer hört, kann eigene Entscheidungen besser treffen. Und schließlich gilt: Die Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck - sie soll die Versorgung verbessern und den Praxisalltag erleichtern. Wenn man diesen Fokus behält, wird die Digitalisierung nicht zur Last, sondern zur Chance.

Fazit

Der Graben zwischen Wollen und Können in der Digitalisierung von Arztpraxen ist real, aber er ist überwindbar. Die Zahlen zeigen, dass die Bereitschaft grundsätzlich da ist - 76 Prozent sehen die Digitalisierung als Chance [2] -, aber die Umsetzung hakt. Der Grund liegt selten in der Technik, sondern in der Art und Weise, wie sie eingeführt wird. Wer die Digitalisierung als Teamprojekt begreift, den Nutzen für den Alltag klar kommuniziert und realistische Schritte geht, wird Erfolg haben. Der elektronische Arztbrief beweist, dass es möglich ist: Aus 13 Prozent Nutzung im Jahr 2018 wurden 87 Prozent im Jahr 2025 [5]. Das sollte Mut machen - und zeigen, dass Digitalisierung in der Praxis ankommen kann, wenn man sie richtig angeht.